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La Paz

Anscheinend hatten wir Glueck ueberhaupt hier anzukommen.
Von Trinidad gings weiter nach Santa Cruz, wo wir uns gestern den Tag vertrieben haben und dann direkt weiter mit dem Nachtbus nach La Paz. Eigentlich wollten wir in ein Wildlife Resort in Villa Tunari, aber die Strasse war von einer Demo gesperrt. Die anderen deutschen die bei uns auf dem Boot waren hatten einen Nachtbus 20 Minuten nach uns aber die sind nicht mehr gefahren weil die Strasse dann wohl auch gesperrt wurde.
Ganz in Zentrum der Stadt sind wir dann aber doch nicht mehr reingekommen und der Busfahrer hat uns dann direkt vor der ersten Sperrung rausgelassen. Erst schien auch alle recht friedlich obwohl ziemlich viel Polizei unterwegs war aber dann haben die mit Gummigeschosse und Traenengas (mega unangenehm) angefangen und dann haben wir doch zugesehen das wir ziemlich schnell da raus gekommen sind.

2 Kommentare 29.11.11 22:25, kommentieren

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Trinidad

Also diese Bolivianer.
Das Land wie auch die Leute laesst sich so ein bischen in zwei Teile einteilen. Einmal das Hochland und das Tiefland. Die Hochlaender sind ein bischen reservierter und wesentlich traditioneller als die Menschen im Tiefland, aber wenn man sie nett anspricht sind sie alle sehr Hilfsbereit. Das Problem ist nur leider dass die zwar immer helfen koennen und einem genau erklaeren wie man was machen kann aber letztendlich die Informationen doch meistens ziemlich Kaese sind (ohne irgendwem was boeses zu wollen, die meinen es ja gut und glauben bestimmt auch daran was sie einem erzaehlen).
Diese Aussage ist auch lediglich auf meine Erfahrungen der letzten anderthalb Wochen gestuetzt.
Von Potosí sind wir nach Santa Cruz und von da nach Buena Vista. Von da kann man in den Nationalpark Amboro der hauptsaechlich aus Jungel besteht. In dem Ort gabs auch einige Anbieter die Touren zu verschiedenen Eco-Lodges angeboten haben aber wir haben auf Anraten des Inhabers unseres Hostels doch beschlossen das auf eigene Faust zu machen. Das Abenteuerlichste war dann auch schon fast einfach nur dahin zu kommen. Nach unseren Informationen musste man einfach nur im naechsten Ort fahren und von da vielleicht zwei Stuendchen laufen. Letztendlich sind wir mit noch mit einem LKW. einem Pferdewagen und einem Motarrad kilometerweit durch den Junel fahren bis wir dann wirklich nur noch zwei Stuendchen laufen mussten. Und dann wurde uns erklaert das man ohne Park-Permit und Fuehrer eigentlich garnicht in den Park darf, aber das hat sich im Nachhinein auch als Kaese herausgestellt. Der Park war aber dann doch ziemlich cool und wir haben sogar ne Viper auf dem Weg getroffen.





Danach wurde es aber eigentlich erst wirklich spannend.
Wir sind weiter nach Puerto Villarroel wo wir noch drei deutsche getroffen haben, zwei Maedels und ne Kerl die den selben Plan hatten wie wir.
Also der Plan nach eingehender Info: Von dort mit nem Transportboot durch den Jungel zwei Tage den Fluss runter nach La Boca, eine Gabelung wo ganz viele Boote vorbeikommen und dann von da in nem anderen Boot weiter nach Camiaco von wo man einen Bus nach Trinidad nehmen kann.
Die Ausfuehrung: Erstmal hats drei Tage bis La Boca gedauert und dann haben da ca zehn Leute gewohnt und kein Boot weit und breit. Da blieb uns nichts anderes uebrig als mit dem Transportboot den falschen Fluss rauf zu fahren. Da hatten wir dann auch ein bischen Glueck weil wir in der uebernaechsten Comunidad (wo ganze fuenf Leute leben) einen aelteren Herrn gefunden haben der sich bereit erklaert hat uns am naechsten Tag nach Caiaco zu fahren.







Nach fuenf Stunden in seinem kleinen Boetchen, in der prallen Sonne, mitten im Jungel ist dann leider der Motor ausgefallen. Die Maedels haben schon ein bischen die Kriese bekommen und ich war echt froh das ich mich aufs rudern konzentrieren konnte weil unsere Situation echt nich die Beste war. Nach zwei Stunden paddeln haben wir dann aber doch in einem Holzfaellercamp doch noch einen aelteren Herrn gefunden der das Boot von unserem aelteren Herrn dann bis Camiaco gezogen hat.



Da wir erst um zwei Uhr morgens endlich da waren haben wir den Rest der Nacht zu fuenft unter einem Moskitonetz mit Bolivianischen Schnaps verbracht, den wir nach dem Tag wirklich gebrauchen konnten.

27.11.11 20:42, kommentieren

Potosí

Irgendwie passiert hier einfach zu viel, ich komm ja mit dem schreiben garnicht mehr nach. Und Bilder hochladen ist noch wesentlich schwieriger.
Auf jeden Fall sind wir jetzt schon in Bolivien.
Von San Pedro de Atacama haben wir wie gesagt diese Tour gemacht. An Lagunen vorbei, gefuellt mit Flamingos, durch wunderschoene Landschaften, sind in heissen Quellen geschwommen, ich hab versucht quasi im Paradies eines jeden Boulderers ein paar gute Zuege zu machen (auf ueber 4000m echt nich so leicht) und wir sind quer ueber den groessten Salzsee der Welt gefahren.











Und dann sind wir wohl in einer der haesslichsten Staedte Boliviens angekommen, in Uyuni.
Daher haben wir uns direkt in den naechsten Bus nach Potosí gesetzt, der hoechsten Stadt der Welt. Im 19ten Jahrhundert die reichste Stadt Suedamerikas die Spanien mit Unmengen an Silber versorgt hat. Heute immernoch viele schoene Colonialbauten und auch weiterhin viele Minen. In einer dieser Minen war ich heute. Es ist echt unglaublich unter welchen Verhaeltnissen hier 14 - 58 jaehrige 7 - 12 Stunden 6 - 7 in der Woche arbeiten. Ich bin mit einer Gruppe von 5 Leuten in diese Mine und 3 sind nach 500 m wieder umgekehrt weil sie Platzangst bekommen haben. Die Mine ist in mehrere Level eingeteilt. Von dem ersten das auf ca 4300 m liegt ging es dann auf allen vieren kletternd durch einen schmalen Tunnel bergab auf das zweite Level wo wir dann den Arbeitern beim Umladen von zwei Loren in Gummisaecke die mechanisch aufs erste Level gezogen wurden geholfen haben. Wir haben vielleicht ne Stunde mitgeschueppt aber auf ca 4000 m in einem Tunnel bei ueber 20 C und fuer meine Verhaeltnisse genug was auch immer in der Luft hat mir das schon eindeutig gereicht. Hut ab vor Bolivianischen Bergleuten!!!



Von hier gehts dann morgen (falls die Strassen frei sind, nach La Paz sind zur Zeit alle von Demonstranten gesperrt) weiter nach Sucre und dann direkt mit nem Nachtbus nach Santa Cruz (15 - 24 h fahrt fuer wenig Strecke).

1 Kommentar 16.11.11 01:04, kommentieren

San Pedro de Atacama

Wueste !!!!!!!
Eigentlich echt ganz nett hier, haben heute ne kleine Fahrradtour gemacht, sind durch die Lehmschluchten gefahren und sind des oefteren im Sand eingesunken.

Morgen gehts dann auf einer 3-tages Tour in nem Jeep nach Bolivien und durch die Uyuni Salzwueste. Die Tour geht auf ueber 5000 m hoch und wir hoffen noch dass wir nicht Hoehenkrank werden. Naja mal sehen, werd dann schreiben wie´s war.

1 Kommentar 11.11.11 22:55, kommentieren

Santiago

Nachdem ich Deutschland, natuerlich perfekt vorbereitet fuer alle Eventualitaeten, verlassen hab musste ich mir auf dem Weg nach Patagonien, neben ein paar Kleinigkeiten, lediglich ein Zelt, eine Isomatte, einen Kocher + Utensilien, einen Pulli, eine Wanderhose, Jacke, Muetze und Handschuhe besorgen um mehr oder weniger ausgestattet zu sein. Aber die Investitionen haben sich auf jeden Fall gelohnt!
Da das schon wieder 4 Wochen her ist das ich geschrieben habe werde ich das jetzt doch alles ziemlich zusammenfassen muessen.
Also: Von Buenos Aires sind wir nach Bariloche gefahren, angeblich das Tourismuszentrum Sued Amerikas. Naja das Staedchen war ganz nett aber sehr sehr staubig da ein paar Monate vorher ueber die Grenze in Chile ein Vulkan ausgebrochen ist und doch einiges da rueber geweht ist. Die Umgebung ist aber echt super schoen, das sogenante Lake District.
Wir haben ein kleine 2 Tage Wanderung gemacht um direkt mal das Zelt auszuprobieren und morgens ist beim abziehen des Aussenzelts das Kondensat an der Innenseite sofort gefroren. Also es war echt eigentlich noch ein bischen kalt. Von da sind wir dann weiter fuer eine Nacht nach El Bolson, ein kleines Hippie Staedchen.

Weiter gings an die Kueste nach Puerto Madryn. Von da kann man Ausfluege auf die Peninsula Valdez machen wo wir Seeloewen, Pinguine, Guanacos, Maras, nen Grau Fuchs und viel Southern Right Whales gesehen haben.

Von da gings dann ins richtige Patagonien. Zuerst nach El Calafate zum Perito Moreno, einem riesen Gletscher der sehr beeindruckend in einen See rein ragt.

Danach nach El Chalten wo wir eine 4-tages Wanderung zum Cerro Torre und dem Fitz Roy gemacht haben. Am Cerro Torre war das Wetter noch normal, also man konnte nichts sehen da der Berg total von Wolken umgeben war. Aber am Fitz Roy hatten wir ziemliches Glueck. Als wir angekommen sind war die Spitze immernoch verhangen aber dann ist es aufgeklart und wir hatten einen ganzen Tag perfekte Sicht, das war schon sehr cool. Aber als ich das erste Foto machen wollte hat meine Camera ihren Geist aufgegeben, zum Glueck hatte Sarah noch ihre dabei!

Zurueck ueber El Calafate ging es dann nach Chile nach Puerto Natales von wo aus wir in den National Park Torres del Paine gefahren sind. Den Park haben wir durch eine 7-taegige Wanderung erkundet. Wunderschoene Landschaft und auch ziemlich gut fuer Wanderer mit schoenen kleinen Pfaden erschlossen. Bisher eindeutig das Highlight dieser Tour.

Aber besonders hier war ich froh das ich mir doch noch ein bischen Ausruestung im Vorhinein besorgt habe da es Nachts doch immernoch recht kalt war und teilweise unglaublich starke Winde uns herumgeschupst haben.

Zurueck in Puerto Natales haben wir ein Faehre nach Puerto Montt genommen. Eigentlich wollten wir entlag der Berge mit dem Bus wieder Richtung Norden, aber die Strasse wurde leider noch nicht von Bussen befahren und zurueck ueber die Kueste Argentiniens haette dann doch etwas viel Zeit gekostet. Die Faehrfahrt hat 5 Tage gedauert und war auch echt ganz schoen. Es gab nicht so viel zu tun aber wir haben ein paar nette Leute kennen gelernt und viel Karten gespielt, ausserdem war die aussicht auf die Fjorde Suedchiles immer echt schon wenn man aus dem Fenster geschaut hat.


Von Puerto Montt haben wir dann direkt einen Buss nach Santiago genommen, wo wir immernoch sind.

Gestern haben wir dann noch einen kleinen Tagestrip nach Valpariso gemacht und heut nachmittag gehts schon wieder weiter nach San Pedro de Atacama, der trockensten Wueste der Welt.

1 Kommentar 9.11.11 13:20, kommentieren

BA

Das Wetter am Montag war super:



Wie man sieht. Die Fälle sind auch einfach nur unheimlich beeindruckend.

Danach bin ich dann wieder nach Buenos Aires gefahren. Am Mittwoch ist dann Sarah angekommen und wir haben zusammen trotz des schlechtem Wetters die Stadt genossen.



Morgen gehts dann auch schon wieder weiter nach Bariloche und die umliegenden Nationalparks.

1 Kommentar 9.10.11 01:36, kommentieren

Puerto Iguazu

Argentinien ist eindeutig anders als ich es mir vorgestellt habe. Es ist viel weiter entwickelt als ich dachte. Die Reisebusse hier stellen alles was man Europa sieht in den Schatten (nur so als Beispiel), wobei ich lieber nur die Haelfte zahlen und was weniger luxurioes reisen wuerde. Ich haette auch nicht gedacht dass es hier ueberal vonl neue VW wimmelt. Besonders der Gol ist sehr beliebt (ich schaetze mal der heisst hier wirklich so, oder irgendwer hat Spass daran rum zu laufen und die ganzen "f" zu klauen).

Ausserdem ist das Land ganz anders als in meiner Vorstellung. Ich bin von Buenos Aires Richtung Norden gefahren und es gibt Teile in denen man sich wie in Kansas fuehlt. In allen Richtungen flaches Land, viele Rinderherden und viel Landwirtschaft, wenig Wald und zich Kilometer gerader Strasse ohne ein Haus in Sicht.

Ok die Argentinier sind schon weitestgehend wie man sie kennt. Sehr gastfreundlich, staendig mit einem Mate Tee in der Hand (ob traditionell mit heissem Wasser oder mit Sprite und wer weiss was sonst noch) und vollkommen unverstaendlich wenn sie miteinander reden (auf jeden Fall bei meinem begrenzten Spanisch).

Ich bin gerade in Puerto Iguazu. Hier dreht sich natuerlich alles um Tourismus, aber es ist trotzdem ein ganz nettes Staedtchen. Ich war gestern bei den Wasserfaellen und es war natuerlich immer bomben Wetter, bis auf gestern. Ich war klitsch nass als ich zurueck gekommen bin aber es war trotzdem schwer beeindruckend. Ich werde morgen bevor ich weiter nach Buenos Aires fahre nochmal hin und mir den Spass bei hoffentlich gutem Wetter ansehen.

1 Kommentar 2.10.11 22:31, kommentieren